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  • Pro Purkersdorf

Nero & Max, Blühsterreich und Asphaltblumen!

Das neue „Amtsblatt“ ist „draußen“ – ProPurkersdorf rät zur Lektüre und unterstützt dabei gern!

Wie die/der Purkersdorfer*in an und für sich vielleicht noch nicht ganz vollzählig bemerkt hat, ist die Oktoberausgabe (#544) unseres amtlichen Amtsblattes schon seit Anfang November in unseren Postkasterln, - Themenschwerpunkt ist für den/die Lesekundige*n diesmal gleich einmal die

Umwelt.

Amtsblatt Purkersdorf # 544

ProPurkersdorf hört zwar allerorten, dass unser „Gemeindemagazin der Stadtgemeine Purkersdorf“ nicht allüberall den Weg ins Postfach gefunden hat. Andererseits oft auch nicht aus dem Postfach in Haus oder Wohnung. Je nach Neigung will ProPurkersdorf trotzdem zu ordentlicher Mülltrennung ermuntern. Erstens deshalb, weil wir für das „Magazin“ sehr viel eigenes Geld aufwenden lassen, zweitens aber natürlich, weil Lesen cool ist und bildet. Coole Purkerdorfer*innen fragen uns zunehmend, was uns die „Amtliche Mitteilung“ im „Gemeindemagazin“ echt sagen soll. Wir sind zwar kein Amt und teilen auch nichts amtlich mit, helfen aber gern ab hier mit völlig subjektiven Interpretationsvorschlägen nach reiflicher Überlegung. ProPurkersdorf hat zwar jetzt viel Arbeit – der Purkersdorf Blockbuster des Amtlichen Benachrichtigungswesens – vorbildgebend im gesamten deutschen Sprachraum – kommt immerhin mit gut 45 Seiten daher, wenn man Titelblatt und das Hintenrum mit würdigt. Wir starten unser Supportangebot also mit dem Themenschwerpunkt und rechnen eigentlich mit Wonneschauern bei uns Umweltbewegten im ganzen Dörfl! Es bleibt einfach immer besser, das zieht sich durchs amtliche Magazin! Daher einfach vorweg: Herzlich willkommen, Nero und Max! Die zwei Kerle sind Noriker und richtige Zugpferde, was schon das Titelbild erfreulich zeigt. Die Neusiedler gehören den ÖBF (=Bundesforste) und sind die perfekten Begleiter der bodenschonenden Forstwirtschaft unserer ehemaligen Staatsforste, die derzeit natürlich schon auch als ganz richtige AG (=Aktiengesellschaft) verstanden werden.

Nero und Max besorgen jetzt in unserem vorbildgebenden Naturpark das Holzrücken. („Holzrücken“ sagt man zum Rausschleifen gefällter Baumstämme aus dem Wald. Nicht zu verwechseln mit dem „Sesselrücken“ in demokratischen Einrichtungen. Unter „Sesselrücken“ verstünde man dort das Rücken von Sesseln für Nachfolger*innen, wenn gewählte oder bestellte Vertreter*innen des Gemeindewesens abgewählt oder sonst wie entfernt werden, - hat also mit „Holzrückung“ rein gar nix zu tun!)


Harvester, bundesforste, wienerwald, purkersdorf
Harvester / Foto https://www.fluid.de/

Nero und Max rücken also jetzt ihrem Wesen nach nicht nur trittfest, sondern auch cool, wie Noriker eben sind, Stämme aus dem Wald. Obendrein hinterlassen sie höchstens da und dort naturgegebene Hufabdrücke im gesetzlich vorgeschriebenen Erholungswald, - Harvester sind da schon ganz andere Kaliber! („Harvester“ sind Fahrzeuge im Circa-Größenausmaß von Einfamilienhäusern, die machen aufgrund ihrer Tonnenschwere Rillen in Kindergröße in unseren Naturpark, dass sich der Flysch (=Name für speziellen Waldboden in der Gegend) nur mehr gequält türmt und quetscht. Und die Leute, die bei uns unverdrossen lieber in den Wald als auf „Events“ gehen, werden vor Freude juchzen, wenn sie nicht mehr durch Harvester-Rückstand robben müssen, sondern sich vielleicht da und dort (vermutlich kostenfrei) ein paar Rossäpfel von Nero und Max für die biologische Düngung des Blumenkisterls mit nach Hause nehmen dürfen. Dass in der Amtlichen Mitteilung des Gemeindemagazins bisher nicht mittgeteilt ist, dass alle ÖBF-Harvester schon feinsäuberlich zerlegt („fraktioniert“ also) am Purkersdorfer Müllplatz zum Bestaunen stehen/liegen, ist aber selbsterklärend! Betriebsmittel einer Aktiengesellschaft unterliegen dem Datenschutz, - alles andere wäre ja noch schöner! Bei der Gelegenheit: „Fraktionieren“ auch Sie alles nach jeweiliger Gesetzeslage und lassen sie nix Falsches im Wald zurück, denn wir Purkersdorfer*innen haben „eine Vorreiterrolle“ (!) bei allen Maßnahmen, „die künftig zur Klimaneutralität beitragen (aus unserem Dörfl-Leitbild zum örtlichen Entwicklungskonzept).

Wobei, überhaupt einmal: Nach amtlicher Mitteilung auf Seite 3 links, ganz oben, sind wir amtlich erinnert, dass „Purkersdorf .. nun schon seit 30 Jahren eine Klimabündnisgemeinde ist. Wir haben mit eigener Unterschrift unseren Dörfl-Mandatar*innen vor 30 Jahren … das Versprechen abgegeben, unser Weltklima zu schützen“! Wow! ProPurkersdorf weiß sogar verlässlich, dass damals Greta Thunberg noch nicht einmal auf der Welt war und Ungebildete unter „Klimawechsel“ an Einser-Stammtischen unserer örtlichen Sternen-Gastronomie primär eher an den beruflichen Standortwechsel von Altkanzler Viktor Klima, SPÖ, zu VW nach Argentinien gemutmaßt hätten!

Drum gilt es, sich beim Lesen weiterzubilden! Nutzen Sie, z.B. auch die gute Chance, durch bloß zwei Spalten der Seite 31 unseres amtlich mitteilenden Gemeindemagazins ein bisschen über „Natur im Garten zu lernen, - auch das bloße Ankucken der Bilder dortselbst wäre aber auch schon ein persönlicher Jackpot für den/die dazu Geneigte*n: Es wird dort amtlich über Blühsterreich on Tour am Purkersdorfer Bauernmarkt erinnert. Nicht lachen jetzt, aber in Purkersdorf gibt es ja seit jüngsten einen neu gegründeten Bauernbund“ unserer Ortsbäuerin – wir wollen aber hiezu noch nicht abschweifen! „Blühsterreich“ ist jedenfalls ein gelungener Eyecatcher (=Augenfänger, also ein Werbe-Gag zur Wortvermählung „blühen“ mit „Österreich“). Der Jokus (= Spaß, lateinisch) fiel nicht auf Gemeinde - sondern auf Landesebene jemandem ein, - aber wir sind ja auch stolze Niederösterreicher*innen in unserer braven sozialdemokratisch geprägten Stadtgemeinde! Die NÖ-ÖVP „erwartet demnächst nämlich – das wurde Ihnen amtlich mitgeteilt, ProPurkersdorf weist nur darauf hin, das ist nicht unser, sondern ein ÖVP-Hoppala – den „1 Millionsten angelegten Quadratmeter Blütenwiese in Niederösterreich“. Purkersdorf ist bekanntlich millionär*innen-affin, macht damit brav am Bauernmarkt mit und hat obendrein schon eine (echt jetzt) Gartenheldin in der Person einer örtlichen Gemeinderätin (Frau W.F.) nominiert, die noch viele weitere Menschen motivieren will, es ihr gleichzutun.“ Die sicher gute Frau dürfte einen Garten haben, zur richtigen Partei gehören und einen s.g. („grünen Daumen“) besitzen. (Einen „grünen Daumen“ haben im Volksmund Menschen, die besonders erfolgreich „garteln“.) Obendrein hat die beneidenswerte Frau gar eine benachbarte Nationalrätin. Und diese wiederum ist (jetzt bitte nachlesen) persönlich(!) bereits ‚Natur im Garten‘ zertifiziert, - das ist der amtliche Mitteilungstext. ProPurkersdorf könnte so eine schöne Formulierung für eine leibhaftige Nationalrätin nicht erfinden. (Unsereins denkt da gleich wehmütig an „Flower-Power“, „Hippi-Pippi“, Woodstock und die Altvorderen, - bitte dazu aber notfalls einfach im Internet nachfragen!) Übrigens: Offenbar Landesregierungskontrollbevollmächtigter oder -beratungszertifizierter bzw. - sachverständiger dürfte der bekannter ORF-Gärtner K.P. sein, der in Purkersdorf vor Ort war und nur Grund zum Jauchzen vorfand. Einer aus unserem SPÖ-Purkersdorfer Bürgermeister-Triumvirat beispielsweise („Triumvirat heißt „Drei-Männer-Bund“, lateinisch) holte sich „(!)“ somit Lob für seinen Bienenstock im Garten ab!“ (Bei wem der Bienenstock im Garten steht, ist nachzulesen, - ProPurkersdorf muss auf Datenschutz achten!) Dass das Lob abgeholt werden musste, ist aber verbesserungsfähig. Nach unserer Ansicht sollte es natürlich in einer Sprechstunde oder im Rahmen eines Festaktes „dargeboten“ werden. Zuletzt – so die amtliche Mitteilung – war irgendwo ein „Glücksrad in Verwendung. Und gemeinsames Garteln“ für eine Blumenzwiebel-Lasagne für den eigenen Garten! Gut so, Lasagne ist konsensfähig! Wer aber keinen eigenen Garten sein Eigen nennt – das ist seltsamer Weise in Purkersdorfs Immobiliensituation noch immer denkmöglich – hat natürlich auch Möglichkeiten. Zu einer innovativen Anfrage diesbezüglich an ProPurkersdorf aus eher kläglichen Blüh-Verhältnissen mussten wir aber bereits dringend abraten: Blühende Pilzkulturen in Nassräumen (ein Purkersdorfer bot 2 Quadratmeter aus Bad und Kellerbereich in seiner Luxusbleibe an, um beim Blühsterreich-Millionärswesen dabei zu sein, gilt natürlich nicht! Mit Amtlichem wird nun einmal nie und nimmer geblödelt! Was sonst noch an Jubel und Trubel über die Naturschönheiten unserer Stadtgemeinde aktuell amtlich mitgeteilt ist, liest sich leicht, auch die schönen Bilder überall sind selbsterklärend. Auch die Asphaltblumenmalaktion unserer Schüler*innen müsste längst europaweit beispielhaft sein, eigentlich am besten gleich aus der zuständigen EU-Behörde und verpflichtend: Unsere Schuljugend (Purkersdorfer Arbeits-Motto: „Coole gehen zur Schule“) durfte nämlich jüngst vor ihren Schulen die Gehsteige bemalen, weil sie für uns Purkersdorfer*innen eine Botschaft haben, die im Amtsblatt steht: „Klimaschutz für alle müsste selbstverständlich sein – tun wir alle etwas dafür“.

Unsere Jugend – das ist einfach so – ist fürchterlich allergisch gegen Blablabla und braucht schon gar keine aberwitzigen Werbegags und Polit-Eigenwerbung von Politiker*innen auf Kosten der Allgemeinheit! Sollte daher irgendwo im Ortsgebiet ein bemalter Gehsteig auffallen und Sie über wunderschöne Blumenbilder von junger Hand gemalt schreiten, - dann ist Ihnen aber zumindest die Neuigkeit amtlich gut genug erklärt. Im nächsten Schuljahr findet im Unterricht vielleicht – wir hoffen halt – das Thema „Blühender Blutahornbaum liegend“ einen klimaschützenden Niederschlag auf unseren ehemaligen Gehsteigen, auf denen auch parkende Autos zum Klimaschutz beitragen, weil sie ja gerade nicht Abgas ausscheiden.

Eine besondere Lese-Empfehlung für Ihr gutes Steuergeld in unserem Stadtgemeinde-Lesestoff für die Leseratten unter uns gilt eigentlich einem Foto mit Kurztext! („Leseratten“ sind Menschen, die regelmäßig lesen und sich dabei auch was denken! „Schreibratten“ gibt es aber nicht – der Ausdruck ist erfunden. ProPurkersdorf hofft dennoch, dass sich Schreibende beim Schreiben auch immer irgendwo alles Nötige denken dürfen.) Jedenfalls findet sich im Amtsblatt auch irgendwo ein wahrer Stimmungs-Burner aus Anlass des nahenden Weihnachtsfestes. Wie bekannt, ist das schöne Göstling eine von Purkersdorfs „Städtepartner*innen“, unser alljährlich schön illuminierter (=beleuchteter) Riesenchristbaum kommt ja von dort. (Vergleichsweise, nur nebsbei gesagt, sollte sich unsere östliche Nachbargemeinde, also Wien, angesicht unserer Weihnachtszierde am Rathausplatz bis Dreikönig über den eigenen Christbaum heftig genieren! Der heurige am Wiener Rathausplatz ist eine Art Bastelsatz aus dem Burgenland (!) – bei uns in Purkersdorf ist aber ein Göstlinger Christbaum noch ein Christbaum, zu dem man sagen kann, ja, das ist ein Purkersdorfer Christbaum aus Göstling, der für jeden von uns genauso ausschaun sollte und den wir alle zusammen mehr nachpflanzen sollten.)

Und damit das auch hinkünftig so bleibt, besuchten nach amtlicher Mitteilung unsere höchstkarätigen drei SPÖ-Bürgermeister wie alljährlich eine Göstlinger Christbaum-Aufforstungsfläche zum alljährlichen Christbaumnachpflanzen. Wie ein amtliches Bilddokument zeigt, waren ein altvorderer außerdienstlicher Bürgermeister, ein dreijähriger (Congrats zum 3. Jahrestag des Amtsantrittes selbstverständlich auch von hierseits!) und ein Vize, der derzeit als Purkersdorfer Baustadtrat fungiert, vor Ort im Nachpflanzungs-Einsatz. Der Vize – das weiß ProPurkersdorf aber nicht im Geringsten – könnte Göstling ja beispielsweise für Lawinenschutzbaumaßnahmen im Christbaumaufforstungszielraum beigesprungen sein.

Jedenfalls hat Purkersdorfs hochkarätigste Delegation dem Göstlinger Bürgermeister offensichtlich große Freude bereitet, das ist amtlich, wie das Amtsblatt-Bild gut darlegt! Man darf auch innig auf die Retoureinladung hoffen! Denn wenn der Göstlinger Bürgermeister (zu sehen ist im Amtsblatt grad einmal nur ein einziger!) uns Purkersdorfer*innen dann auch noch das alljährliche Nachpflanzen von Stadtbäumen abnimmt, wäre das sehr cool! Setzlinge für 30-jährige Blutahorne sind zwar selten in Göstling, - man darf sich aber nach wie vor was wünschen vom Christkind oder Nikolo! Übrigens: Man kann sich neuerdings sogar von den ÖBB (=Österreichische Bundesbahnen, eine umweltfreundliche Aktiengesellschaft) was wünschen. Denen kann man sogar seine individuellen Wünsche in ein Sackerl sprechen und vor die Tür stellen, was bestimmt als neu zu erfindendes österreichisches Schienenstrang-Alljahreszeit-Brauchtum jedenfalls in Purkersdorf bald für noch mehr Staunen sorgen wird. (Ideelles Weltkultur-Erbe muss aber nicht gleich jedes neue Brauchtum werden, obwohl dazu seltsamer Weise aus Purkersdorf noch keines zertifiziert ist!)

Und bevor ProPurkersdorf hier die allseitige Aufnahmebereitschaft überstrapaziert: Am 29. November bieten unsere Bundesforste ab 18:00 eine „Exkursion ins Projekt Baumschläfer“ an. Für all jene, die im Moment virtuell auf der sicheren Seite sein mögen und Natur von zu Hause am Sofa bevorzugen, ist die Exkursion natürlich „virtuell“! Leuchtet aber ein, natürlich: Auch Baumschläfer*innen sollte man in Bäumen beim Schlafen natürlich nicht besuchen – Videofilme aus Minikameras dazu sind wirklich sinnvoll und beeindruckend! Zum Klimagerechten und Vorbildhaften im Purkersdorfer Amtsblatt zu den speziellen Themenbereichen Leitbild, Bauen und Planen, Mobilität und Bildung usw. usf. kann ProPurkersdorf in loser Folge hilfreich und anfragenentsprechend berichten.


Bis dahin: Schützen Sie die Umwelt und bleiben Sie cool! Und wenn Sie persönlich ein privates, sehr großes Imageproblem haben sollten, als Umweltfrevler*in oder Politiker*in schief angeschaut