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Warum ich der Bürgermeisterwahl ferngeblieben bin

  • Autorenbild: Pro Purkersdorf
    Pro Purkersdorf
  • vor 3 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Immer wieder wird behauptet, der Rücktritt von Bürgermeister Stefan Steinbichler sei für alle völlig überraschend gekommen. Das entspricht aus meiner Sicht und meinen Informationen nach nicht den Tatsachen.


Bürgermeisterwahl

Unseriös war das Vorgehen der SPÖ, den Rücktritt erst sehr kurzfristig bekannt zu geben und unmittelbar danach bereits den Termin für die Wahl einer neuen Bürgermeisterin anzusetzen.


Damit blieb nicht ausreichend Zeit, um sich ein Bild von der Kandidatin Jasmin Klemmer-Schlögl zu machen und zu erfahren, wofür sie politisch steht, welche Schwerpunkte sie als Bürgermeisterin setzen möchte und welchen Weg sie für Purkersdorf in den kommenden Jahren einschlagen will.


Wir erwarten uns Zukunftsstrategien für Purkersdorf


Eine Bürgermeisterwahl ist keine reine Formsache. Sie sollte auf einer inhaltlichen Auseinandersetzung beruhen. Österreichs Gemeinden stehen vor großen Herausforderungen, die durch die finanzielle Schieflage in Purkersdorf noch verschärft sind. Budgetsanierung, Parkraumbewirtschaftung, Hochwasser- und Hitzeschutz, die Nutzung des Bahnhofareals in Unterpurkersdorf, die Versorgung von alten und pflegebedürftigen Menschen in der Zukunft etc. – all das werden Themen sein, denen sich die neue Bürgermeisterin oder der neue Bürgermeister stellen wird müssen.

Wir erwarten uns daher von einer Nachfolgerin bzw. einem Nachfolger Steinbichlers ein Konzept mit umsetzbaren Lösungsansätzen zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger.


Auf Druck einer gestärkten Opposition wurden erstmals ernstzunehmende Einsparungen beim Budget erzielt, aber es werden weitere Einsparungen notwendig sein, um die Last nicht alleine auf die Bürgerinnen und Bürger abzuwälzen. Darauf werden wir auch weiterhin bestehen.


KEINE politischen Ränke- und Machtspiele mehr


Wir werden auch weiterhin mehr Transparenz in der Gemeindepolitik fordern und dass der politische Austausch ernsthaft geführt wird.


Purkersdorf braucht einen echten Neustart

Gerade jetzt bietet sich die Chance, Politik neu zu denken, Inhalte vor Personen zu stellen und neue Wege einzuschlagen.


Solange diese Bereitschaft nicht erkennbar ist und unser Politsystem weiterhin von machtversessenen Einzelpersonen geprägt ist, wollte ich einer Bürgermeisterwahl durch meine Teilnahme keine Legitimität verleihen.


Nach 37 Jahren SPÖ geführter Gemeinde wäre ein politischer Wechsel sicher auch eine Perspektive, der interessante Möglichkeiten und Ideen Raum schaffen würde.


Auch der nächste Termin ist wieder so kurz als möglich gehalten. Gestern abends wurde die Einladung für kommenden Montag, 6.7.26 um 18 Uhr im BIZ (Bildungszentrum) versendet.


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