Kahlschlag in Purkersdorf

Aktualisiert: Feb 23





Es war einmal ein Wanderweg....

Diese Bilder zeigen den Weg zwischen Unter-Purkersdorf und der Kellerwiese.  Ein wunderbarer Weg, den man schnell erreichen konnte und einen Spaziergang von ca. einer halben Stunde ermöglichte.  Jetzt wurde dort gewütet. Nicht nur, dass der Weg jetzt von leeren Bierdosen gesäumt ist, kann man auch nicht mehr gehen.  Die Spuren der Harvester und dem schweren Gerät, mit dem hier gearbeitet wurde, machen es unmöglich. ​ Es sind angeblich auch keine Nachpflanzungen geplant. ​ Derzeit hat man den Eindruck, dass Purkersdorf einen Preis in der Kategorie "scheußlichste Gemeinde" gewinnen möchte.

Wir haben uns an die MA 49 gewandt mit dem Ersuchen einer Stellungnahme:


Sehr geehrte Damen und Herren!

Zu umfangreichen Rodungen in Wäldern der Stadt Wien entlang der Wiener Straße im Bereich Unterpurkersdorf und Tullnerbachstraße in 3002, Purkersdorf, die vor kurzem vorgenommen wurden, ersuchen wir Sie – auch auf Grund mehrfacher Anfragen aus der Bevölkerung – um Auskunft zu folgenden Fragen:

1. Warum wurden derart weitreichende Rodungen durchgeführt,

2. wer hat sie veranlasst und

3. inwieweit war auch die Gemeinde Purkersdorf damit befasst?

Die Stadtgemeinde Purkersdorf hat nämlich dazu umgehend an die Stadt Wien und fehlende eigene Kompetenzen verwiesen.

Im genannten Bereich ist es zwar – wie Medienberichten zu entnehmen war – zum Bruch eines Baumes gekommen, der auf die Fahrbahn gestürzt sein dürfte. Dass dies zu Maßnahmen führen musste, ist zwar ersichtlich. Allerdings würden regelmäßige Kontrollen der Bäume in Straßennähe zweifellos ausreichen, um sich im Unglücksfall nicht dem Vorwurf der groben Fahrlässigkeit auszusetzen.Offensichtlich werden derartige Kontrollen aber nicht vorgenommen – und offensichtlich sollen derartige aufwändige Kontrollen auch hinkünftig unterbleiben, weshalb sämtliche Bäume einfach gerodet worden sein dürften!

Daher unsere Frage:

· Besteht von Seiten der Stadt Wien ein Plan die an Straßen angrenzenden Baumbereiche regelmäßig zu überprüfen?

· Durch wen werden diese Kontrollmaßnahmen ausgeführt?

· Gibt es dafür einen Baumkataster?

In Purkersdorf wird dies nun nicht nur aus ökologischen Gründen und hinsichtlich des Schadens für das Ortsbild in der „Wienerwaldstadt“ kritisiert, nachdem in Zeiten des Klimawandels der Verlust von Bäumen grundsätzlich ungünstig ist. Außerdem sind jetzt die gerodeten, durchwegs steilen Bereiche im Fall von Starkregen, Vermurungen usw. zu beachten. Es könnte durchaus der Straßenverkehr in Gefahr geraten, - durchaus auch durch vereinzelte Baumstämme auf den Rodungsflächen, die bis dato liegen geblieben sind.

Außerdem ersuchen wir, den liegen gebliebenen Mist (vorwiegend leere Bierdosen!) zu entsorgen!

Aus all diesen Gründen ersuchen wir dringend um Auskunft.


Beantwortung durch die Stadt Wien, die viele Fragen weiter offen lässt...


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