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  • Pro Purkersdorf

Sirenenalarm auch heuer nicht überall hörbar!

Aktualisiert: Okt 13

Purkersdorfer weisen seit Jahren vergeblich auf den Missstand hin!


Wie alljährlich am ersten Oktobersamstag fand auch heuer in ganz Österreich der Zivilschutz-Probealarm statt. Zur Warnung der Bevölkerung für den Fall schwerwiegender Gefahren wurde dabei in ganz Österreich zwischen 12.00 und 13.00 auch heuer wieder die Funktionstüchtigkeit von 8235 Sirenen überprüft und zu 99% für einwandfrei befunden, - in Niederösterreich gar zu 99,86%. Im Innenministerium zeigte man sich jedenfalls sehr zufrieden mit dem Ergebnis!


Ganz und gar nicht zufrieden zeigen sich allerdings mehrere Purkersdorfer*innen, die im Umfeld der Deutschwaldstraße wohnen! Dort, so weisen sie seit mindestens drei Jahren darauf hin, ist leider kein Ton der Sirenenprobe zu vernehmen, - offenbar, weil die nächste Sirene in zu großer Entfernung heult!

Nun finden allerdings diese Purkersdorfer*innen durchaus zu recht, dass auch sie im Falle einer drohenden Gefahr gern rechtzeitig gewarnt werden wollen und weisen daher seit Jahren (!) auf den Missstand hin. Man hat also Herrn Bürgermeister informiert und musste im Jahr darauf feststellen, dass bei der nächsten Sirenenprobe an der Deutschwaldstraße wiederum nichts vom Alarmsignal zu vernehmen war.

Also informierte man Herrn Bürgermeister wiederum vom Fortbestand des Missstandes, um bei der nächstfolgenden Sirenenprobe wiederum festzustellen, dass dem Stadtoberhaupt neuerlich keine Abhilfe gelungen war! Zudem wird ProPurkersdorf berichtet, dass auch andere Behörden mit dem Problem befasst wurden, - es wurden nicht einmal alle Schreiben beantwortet!

Im Vorjahr trug das Problem die Purkersdorfer Stadtamtsdirektorin an einen zuständigen Zivilschutzbeauftragten heran, - eine Information über ein Ergebnis dieses Unterfangens blieb allerdings ebenfalls vollständig aus, obwohl der intervenierende Bürger darauf aufmerksam macht, dass nach seinen Schätzungen mehrere hundert Haushalte in seinem Wohnbereich von einem Alarmfall nicht durch die vorgesehene Sirenensignale informiert werden könnten. (Darüber hinaus berichten Purkersdorfer*innen auch aus anderen Wohnadressen, das Alarmsignal gar nicht oder nur sehr leise zu hören!)

Womit sich doch die Frage stellt, ob sich auch irgendjemand dafür interessiert, ob die Zahl der installierten Sirenen auch tatsächlich ausreichend ist oder ob nur die Funktion der bestehenden Sirenen brauchtumsartig überprüft wird. Selbstverständlich wäre ja bei zunehmender Siedlungstätigkeit davon auszugehen, dass auch zusätzliche Sirenen installiert werden müssten, um immer größere Siedlungsflächen verlässlich zu erreichen. Auch das müsste natürlich eine alljährliche Prüfung umfassen, wozu natürlich Rückmeldungen aus der Bevölkerung äußerst aufschlussreich wären. Ganz sicher und verlässlich aber sollte davon auszugehen sein, dass Hinweise aus der Bevölkerung über derartige gravierende Missstände ernst genommen werden!


Wenn ein Bürgermeister Jahre lang davon ergebnislos informiert ist, dass in einem Siedlungsgebiet kein Alarmsignal gehört wird, dann ist das skandalös und kann nicht angehen! Immerhin geht es dabei um eine Frage der Sicherheit der Bevölkerung in einem Katastrophenfall, den man nicht anstehen lassen kann, und wenn ein Bürgermeister für die Installierung zusätzlicher Sirenen auch nicht persönlich zuständig ist, so dürfen sich Gemeindebürger*innen zweifellos erwarten, dass er so einem Problem bei zuständigen Dienststellen so lange nachgeht, bis der Missstand abgestellt ist.


Die betroffenen Purkersdorfer*innen fordern jedenfalls rascheste Abhilfe, denn – so ist das in einem Schreiben an ProPurkersdorf formuliert – „man könnte sonst fast in die Annahme verfallen, das in unserer Stadtregierung nur die Interessen in der Verbauung, und nicht auch ein wenig in der Aufrechterhaltung der Sicherheit der Bürger liegen.“


Update 13.10.21 -




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