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  • Pro Purkersdorf

Unsere Ideen zum neuen Bebauungsplan und Raumordnungskonzept

Keine weitere Bodenversiegelung - mehr Freiräume


ProPurkerdorf hat, wie m Amtsblatt der Stadtgemeinde vom Juli 2021 aufgefordert, einen Vorschlag zum "Neuen Bebauungsplan und Raumordnungskonzept" an die Planungsgruppe geschickt. In diesem Schreiben haben wir auch um einen Termin gebeten, bei dem wir der Planungsgruppe unsere Ideen & Vorschläge näher erläutern dürfen. Außer Thomas Kasper (VP) und Florian Kopetzky (NEOS) - die unser Konzept gelobt haben - hat sich leider niemand gemeldet und zu einem Termin hat sich auch niemand geäußert.

Am 22.10.21 und 5.11.21, jeweils von 14:00 bis 18:30 werden die Ergebnisse des Entwurfs zum örtlichen Entwicklungskonzepts vorgestellt. Offensichtlich ist nicht gewollt, dass besonders viele Bürger*innen hinzu kommen, da es nicht einmal auf der Gemeindewebsite aufscheint und bei weitem nicht alle Haushalte erhalten haben.

Wir werden sehen, ob die Ideen der Bürger*innen mit aufgenommen wurden.




ProPurkerdorf lehnt eine Umwidmung des freiwerdenden Areals in Bauland und dessen Verbauung - sowohl für Wohnbauten als auch für eine P&R-Anlage - kategorisch ab.


Gerade in letzter Zeit ist offensichtlich, welche gravierende negative Auswirkungen das maßlose Versiegeln von Flächen in Zeiten des Klimawandels hat und auch die Stadtgemeinde Purkersdorf hat die Verpflichtung ihren Beitrag zu leisten, die nationalen sowie die EU-Klimaziele zu erreichen.


Wir präsentieren Ihnen jedenfalls hier vorab unsere Ideen:


Keine weitere Bodenversiegelung

  • Keine weitere Schaffung von Bauland.

  • Auf den Gebäuden von Gewerbeflächen sind Gründächer anstelle von Folien- oder Blechdächern vorzusehen. Eine (nachträgliche) Nutzung auch als Standorte für PV-Anlagen und thermische Solaranlagen ist (in der Berechnung der Baustatik) vorzusehen.

  • Parkplätze und Stellflächen sind nicht versiegelt auszuführen, z.B. in Form von Schotterrasenflächen oder in Form von begrünten Steinsystemen oder anderen vergleichbaren Oberflächengestaltungen.

  • Bei Versiegelung von Wegen, Umrandungen, Parkplätzen, Terrassen und Pools ist diese Fläche in die der zulässigen Baufläche einzuberechnen.

  • Zusätzlich sind auf 20 Prozent der gewidmeten Baulandflächen Bepflanzungsmaßnahmen mit Gehölzen vorzusehen.

  • Für jedes Betriebsbau- und Gewebegebiet ein darauf abgestimmter Bebauungsplan zu erstellen.

  • Bei einer Neuerschließung sind die zu einer Widmung beantragten Flächen an den tatsächlichen Bedarf anzupassen, eine Widmung auf Vorrat ist unzulässig.

  • "Unterirdische Versiegelungen" wie Tunnelbauten oder besonders tiefe Keller beeinflussen das Strömungsverhalten des Grundwassers besonders in Hanglagen. Diese sind abzulehnen.

  • Unterzeichnung der Resolution zur AGENDA 2030, die 17 Nachhaltigkeitsziele festschreiben.

Areal Unter-Purkersdorf

  • Überprüfung des Bodens auf eventuelle Kontaminierung sowie Gutachten der Gemeinde von einem gerichtlich beeideten Sachverständigen für Umwelttechnik.

  • Keine weitere Bodenversiegelung.

  • Stattdessen ein Bewegungs- und Freizeitgelände

  • Generationenpark

  • Kinder- und Jugendbereich

  • Spielplatz

  • Fitness-Parcours

  • Hundeauslaufzone

  • Teich

  • Platz fürs Nichtstun

  • Alter Teil der Fußgängersteigs der „Kaiserin Elisabeth-Bahn“ beibehalten, renovieren und einer Nutzung zuführen oder als Übergang zwischen Wintergasse und Bahnhofstraße beibehalten.

Nebenstraßen einbinden

  • Die Bahnhofstraße, Kieslinggasse und Franz Guschlgasse sind jetzt schon von Spaziergänger*innen und Radfahrer*innen stark frequentiert und sollten in diesen Bereich integriert werden.

  • Stadtbus, der zwischen dem „Betreuten Wohnen“ bei der Apotheke über das Senecura bis zum Bahnhof Unter Purkersdorf pendelt.

Bahnhofsgebäude unbedingt erhalten!

  • Das Bahnhofsgebäude könnte zum Mainpoint des Freizeitparks avancieren.

Baumpflanzungen

  • Auf dem freiwerdenden Gelände müssen Bäume, die dem Klimawandel standhalten, gepflanzt werden, um die Temperatur in diesem Bereich zu drosseln.

Park & Ride Anlage Purkersdorf

Den Bau einer P&R Anlage in Unter Purkersdorf finden wir keinesfalls sinnvoll, da "schnelle Züge nach Wien" hier nicht halten und die Bahnstation Purkersdorf Sanatorium in unmittelbarer Nähe ist, von wo bereits die billigeren Wiener Stadttarife gelten. Auch in der Vergangenheit wurde ein Parkplatz in Unter Purkersdorf von Pendler*innen überhaupt nicht angenommen.


Parkplatz Purkersdorf Zentrum

  • Um mehr Parkraum in Purkersdorf zu schaffen, schlagen wir die 1-stöckige Überplattung mit Fassadenbegrünung der P&R Anlage im Zentrum vor. Finanzierung:

  • Entgeltliche Nutzung des P & R Gebäudes: € 5 für 24 Stunden und Ermäßigungskarten für Purkersdorfer*innen mit Hauptmeldung.

  • Darüber hinaus sollten Purkersdorfer Gewerbetreibende angehalten werden, Parkplätze anzumieten, damit diese nicht eine große Anzahl an Parkplätzen in den Kurzparkzonen besetzen.

Parkraumbewirtschaftung

Aufgrund der sich verändernden Parkpickerlsituation in Wien ist zu befürchten, dass viele Autofahrer*innen nach Purkersdorf ausweichen. ​ Parken in Kurzparkzonen sollte entgeltlich sein und sich ungefähr an den Wiener Tarifen orientieren.

  • Ein Parkpickerl für hauptgemeldete Purkersdorfer*innen sollte überdacht werden.

Stadtbus

  • Errichtung eines Stadtbussystems, der im Halbstundentakt fährt.

  • Bevorzugt sollen die Siedlungsgebiete (einschließlich Baunzen und Irenental) mit dem Zentrum verbunden werden.

  • Kooperation mit Gablitz für einen Zubringerbus zu Bahn/Bus.

  • Abschaffung des Zuschusses zum „Ortstarif für ÖBB Busse“, Einsparung € 12.000/Jahr.

Ensembleschutz

  • der Altstadtcharakter soll in bestimmten Straßenzügen in Purkersdorf durch festzulegende Bebauungsvorschriften erhalten bzw. nicht weiter zerstört werden, z. B. Bahnhofstraße, Kaiser Josef-Straße, Hauptplatz, Wienerstraße von Nr. 1 - 14, Schöffelgasse, Karlgasse, Fürstenberggasse, usw.

  • Reconstructing – Generalsanierung der Altsiedlungsprojekte muss vor Abriss und Neubau geprüft werden.

Baumbestand - Baumpflege

  • Keine weiteren Fällungen zugunsten von Bauwerbern.

  • Nachpflanzungen so schnell als möglich.

  • Öffentliche Plätze, insbesondere den Hauptplatz, mit Bäumen bepflanzen, um Schatten zu schaffen und die Bodenhitze zu reduzieren.