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  • Pro Purkersdorf

Wieder Fällungen wegen Neubau


Und wieder wurde wegen einem Neubauprojekt ein "sensibles Landschaftsgebiet" - nämlich das Flussufer der Wien - in seiner natürlichen Beschaffenheit gestört.

Auf dem Bild ist das neu errichtete Gebäude zu sehen, das anstatt des Volkshauses errichtet wird. Auch dort wurden jetzt sämtliche Bäume gerodet.

Wir haben bei den Bundesforsten angefragt und folgende Stellungnahme erhalten.

Gelb hinterlegt die Antworten:

  1. weshalb die Bäume gerodet wurden? Antwort: 100 % geschädigt durch Baumaßnahmen auf Grund des Bauwerbers

  2. wer dies beantragt hat? Antwort: Absprache zwischen Bauwerber und RL Xxxx, um Folgeschäden zu verhindern. Durch die Wurzelschädigung wären die Bäume unweigerlich abgestorben.

  3. wann die Fällungen beantragt wurden? Antwort: 26.05.21 bei einer gemeinsamen Begehung. Wegen Vogelbrut wurde Termin der Schlägerung auf Mitte Juni verlegt.

  4. wer die Fällung genehmigt hat? Antwort: nicht genehmigungspflichtig

  5. wann diese Genehmigung erfolgt ist? Antwort: bei Begehung am 26.05.2021

  6. ob tatsächlich die ÖBF Baumfällungen im Ortsgebiet bewilligungsfrei und ohne Meldung an die Gemeinde rechtlich korrekt veranlassen kann, die dazu nicht einmal informiert gewesen sein will? Antwort: ja

  7. weshalb bei Einrichtung der Baustelle die Bäume unbehelligt blieben und die Rodungen erst nunmehr zu einem Zeitpunkt erfolgt sind, zu dem mit der fortgeschrittenen Bauhöhe die Rodungen aus dem Stadtzentrum nicht mehr bemerkbar waren? Antwort: Sache des Anrainers

... gleich wie in der Kaiser Josef-Straße

Man erinnere sich! Erst im März wurde befunden, dass „der Gehsteig in diesem Bereich von Passanten und Kindern stark frequentiert“ ist, sodass die hinkünftigen Garagenbenützer eine „visuelle Sichtbeeinträchtigung“ erleiden würden!

Mit den Stimmen der SPÖ und der ÖVP wurde der Baum gegen den Willen der Bevölkerung (lt. NÖN Abstimmung) gefällt. Genau an dieser Stelle steht jetzt der Kran für den Neubau! Nix "Kinder-Sicherheit" - "Kran-Standplatz"!

... und in der Wiener Straße ebenfalls


Und als wäre das nicht alles schon arg genug, hat die SPÖ und ÖVP in der letzten Gemeinderatssitzung für den Verkauf von 315 m2 gestimmt, wissend, dass dort all die alten Bäume gefällt werden sollen. Klar weswegen! Es will dort jemand bauen!



Selten war das Thema Bodenversiegelung und das Zurückdrängen der Natur bei uns so offensichtlich wie leider in den letzten Wochen. Täglich liest man in den Zeitungen davon, die TV-Reportagen zeigen ständig diese verheerende Entwicklung auf und den Bildern der Zerstörungen durch Unwetterkatastrophen kann sich niemand entziehen. Mit Ausnahme der Bauträger und Entscheidungsträger in Gemeinden scheinbar.

Dabei wäre es die Pflicht der Bürgermeister*innen ihre Bürger*innen mit all ihren Möglichkeiten vor diesen Entwicklungen zu schützen!


Seltsames NÖN Interview des Bürgermeisters


Dass BM Steinbichler den Petitionserfolg von ProPurkersdorf unter den Tisch fallen lässt, ehrt uns fast ein bisschen. Vielleicht fällt ihm zu uns nichts Kritisches ein. Die überaus kreative Performance der Bahnhofsfrauen zur Initiative "Rettet das Bahnhofsgebäude Unter Purkersdorf" "schade zu finden", zeugt nicht nur von wenig Demokratieverständnis. Und die Behauptung "...was sie fordern, bereits im März im Gemeinderat beschlossen zu haben." kann man leider nicht nachvollziehen! Die eindeutige Botschaft der Bahnhofsfrauen war: kein Abriss des Bahnhofsgebäudes Unter-Purkerdorf! Im Gemeinderatsprotokoll vom März ist davon leider nichts zu finden.

Dort wurde zwar immerhin Folgendes verschriftlicht, aber dass der Bahnhof nicht abgerissen werden soll, für dessen Erhalt immerhin (+ ProPurkersdorf) 2.000 Unterschriften abgegeben wurden steht nirgends!


Der Text aus dem GR-Protokoll:

Der Gemeinderat stimmt der Beauftragung der Planungskommission im Sinne des obigen Sachverhaltes zu. Die fraktionsübergreifende Planungskommission, organisiert und moderiert von STR Sabina Kellner und GR Bernd Wiltschek, soll Ziele und Rahmenbedingungen für ein nachhaltiges Gesamtkonzept für das Gesamtareal Bahnhof Unterpurkersdorf mit höchsten Qualitätsstandards für Purkersdorf erarbeiten. Dies umfasst u.a.: sinnvolle Nutzungen, Bebauungskriterien (z.B. Klimaneutraler Stadtteil, Dichte, etc.), Planungsprozess und Bürger*innenbeteiligung, Pro- und Contra Erhalt Bahnhofsgebäude etc.

Die erarbeiteten Vorschläge werden dem Gemeinderat als Entscheidungsgrundlage präsentiert.


Und lustig geht es weiter:


Der Bürgermeister möchte gerne ein Jugendzentrum eröffnen. Das dürfte ihm Spaß machen - hat er doch erst 3 Wochen vor Erscheinen des Interviews eines eröffnet!


Bezüglich Volksschule ist die Bedarfserhebung leider noch gar nicht abgeschlossen, ob Purkersdorf in den nächsten Jahren überhaupt eine zusätzliche Schule benötigt. Aber nachdem als Standort auch ein Grundstück der Familie Steinbichler (hinter der Bühne) diskutiert wird, versteht man seinen Wunsch vielleicht eher...


Pumptrack - ganz klar der beliebte Breitensport der Purkersdorfer*innen! Nein, nix für Kinder oder Senioren. Dann lieber eine betonierte Fläche.


Das prägende Erlebnis:

Fazit: wenn die Gesellschaft wieder toleranter wird (was er einige Zeilen oberhalb ja erfreulicherweise gemeint hat) wird er nicht mehr am Hauptplatz beschimpft!

Verwunderlicherweise hat ihn nicht der Zusammenhalt der Menschen in der Corona Krise, der Einsatz der Blaulichtorganisationen und der Freiwilligen in den Teststraßen, die Verzweiflung der Alleinerziehenden in den Lockdowns geprägt. Nachdem das Beschimpfen von Menschen in Purkersdorf Gott sei Dank nicht zu den Alltäglichkeiten gehört, hoffen wir jedenfalls, das bei ihm der Schock nicht zu tief sitzt.

Rund 33.000 Unterstützungserklärungen für das Antikorruptionsbegehren wurden bereits abgegeben. Helfen Sie mit, damit es 100.000 werden!


https://antikorruptionsbegehren.at/


BITTE UNTERSTÜTZEN!


Das ist aus den Stimmen der Open Petition geworden


Gemeinsam mit der Initiative "Rettet das Bahnhofsgebäude Unter Purkersdorf" haben wir die Unterschriften von der Tribüne des Stadtsaales ausgerollt um zu demonstrieren, wie viele Unterschriften zusammen gekommen sind. Der Vorschlag wird der zuständigen Planungskommission zur weiteren Verwendung übermittelt.






Danke fürs Lesen und das Interesse an unseren Aussendungen. Wir wünsche allen einen schönen Sommer mit wenigen Unwettern! Team ProPurkersdorf


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